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Hundewelpe schläft ruhig in der ersten Nacht in seinem neuen Zuhause.

Die erste Nacht mit dem Welpen: So gewöhnt er sich sicher ein

Der erste Tag mit dem neuen Welpen ist geschafft, die Aufregung langsam der Müdigkeit gewichen. Doch dann kommt der Moment, vor dem sich viele frischgebackene Hundehalter am meisten fürchten: die erste Nacht.

Es ist völlig normal, wenn dein Welpe in dieser Nacht unruhig ist, jault oder gar nicht zur Ruhe kommt. Schließlich ist er zum ersten Mal ohne seine Wurfgeschwister und in einer völlig fremden Umgebung.

Mit ein paar einfachen Vorbereitungen und der richtigen Reaktion auf nächtliche Unruhe lässt sich die Eingewöhnung für euch beide deutlich entspannter gestalten.



Warum die erste Nacht so herausfordernd ist


Bis zum Einzug hat dein Welpe seine Nächte immer mit seinen Wurfgeschwistern und seiner Mutter verbracht. Die vertraute Wärme und Geräuschkulisse fehlt in der neuen Umgebung plötzlich komplett.

Hinzu kommt die schiere Menge an neuen Eindrücken vom Tag, die ein Welpe erst verarbeiten muss. Das macht ihn in der Nacht besonders empfindlich für jedes ungewohnte Geräusch.

Diese Unruhe ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft. Sie gehört zur ersten Nacht mit dem Welpen einfach dazu und legt sich in aller Regel innerhalb weniger Tage.

Auch der Trennungsschmerz spielt eine Rolle: Bis zum Einzug war dein Welpe nie wirklich allein. Die erste Nacht ohne körperliche Nähe zu anderen Hunden ist für ihn ein völlig neues Gefühl, das erst einmal verarbeitet werden will.


Der richtige Schlafplatz für die erste Nacht


Ein weicher, geschützter Schlafplatz mit erhöhtem Rand gibt deinem Welpen ein Gefühl von Nähe, ähnlich wie beim Kuscheln mit seinen Geschwistern. Stelle ihn an einen ruhigen Ort ohne Zugluft.

Unser TATZIO Haustierbett eignet sich mit seinem gepolsterten Rand und dem weichen Liegebereich gut als erster fester Rückzugsort für den Welpen.

Eine Decke oder ein Kissen mit dem vertrauten Geruch vom Züchter oder Vorbesitzer kann zusätzlich beruhigend wirken, wenn sie mit in den neuen Schlafplatz gelegt wird.

Vermeide es, den Schlafplatz in den ersten Nächten mehrfach zu verändern oder auszuprobieren. Ein gleichbleibender Ort hilft deinem Welpen, sich schneller zu orientieren, als ständiges Wechseln zwischen verschiedenen Räumen oder Betten.

Eine leicht erhöhte Raumtemperatur und ein zugfreier Standort runden die Vorbereitung ab. Gerade in den ersten Nächten sollte der Schlafplatz weder direkt an der Heizung noch in der Nähe von Fenstern oder Türen stehen.


Nähe geben, ohne falsche Gewohnheiten zu schaffen


Viele frischgebackene Hundehalter fragen sich, ob der Welpe die erste Nacht im Schlafzimmer verbringen darf. Das ist grundsätzlich in Ordnung, solange du dir bewusst bist, dass daraus eine feste Gewohnheit werden kann.

Überlege dir schon vor der ersten Nacht, wo dein Welpe langfristig schlafen soll, und richte den Schlafplatz von Anfang an entsprechend ein. Das erspart dir später ein aufwändiges Umgewöhnen.

Auch aus der Nähe im selben Raum heraus kannst du beruhigend auf deinen Welpen einwirken, ohne ihn dafür jedes Mal aus dem Bett zu holen oder ständig zu ihm zu gehen.

Manche Halter entscheiden sich bewusst für eine Übergangslösung: der Welpe schläft die ersten Nächte in Zimmernähe und zieht danach schrittweise an seinen endgültigen Platz um. Auch das ist völlig in Ordnung, solange der Wechsel bewusst und nicht plötzlich erfolgt.


Umgang mit nächtlichem Jaulen und Unruhe


Jault dein Welpe in der Nacht, prüfe zunächst ruhig, ob er tatsächlich raus muss. Ein kurzer, unaufgeregter Gang nach draußen reicht in diesem Fall völlig aus.

Ist das Jaulen eher Ausdruck von Unsicherheit, hilft eine ruhige, leise Stimme oder eine Hand zum Schnuppern mehr als große Aufmerksamkeit. Vermeide es, den Welpen bei jedem Laut sofort hochzunehmen.

Beobachte über mehrere Nächte, ob sich ein Muster erkennen lässt, etwa immer zur gleichen Uhrzeit oder nach einem bestimmten Geräusch von draußen. Mit diesem Wissen kannst du gezielter vorbeugen, statt nur zu reagieren.

So lernt er nach und nach, dass Ruhe in der Nacht normal ist, ohne dass er dafür Angst haben muss, allein gelassen zu werden.

Ein leises Ticken einer Uhr oder ein sanftes Hintergrundgeräusch kann manchen Welpen zusätzlich beruhigen, weil es an das gleichmäßige Herzschlaggeräusch der Mutter und der Geschwister erinnert.


Feste Abläufe als Sicherheit


Ein gleichbleibendes Abendritual gibt deinem Welpen schon nach wenigen Tagen Orientierung. Ein letzter kurzer Auslauf, ein Gang zum Lösen und dann der Weg zum Schlafplatz können sich schnell als feste Routine etablieren.

Wiederhole diesen Ablauf jeden Abend in der gleichen Reihenfolge. Die Vorhersehbarkeit vermittelt deinem Welpen, dass jetzt Schlafenszeit ist, noch bevor er es selbst richtig einordnen kann.

Halte auch die Uhrzeiten möglichst konstant, statt jeden Abend zu einer anderen Zeit ins Bett zu gehen. Ein stabiler Tagesrhythmus wirkt sich spürbar positiv auf die nächtliche Ruhe aus.


Typische Fehler in der ersten Nacht vermeiden


Ein häufiger Fehler ist es, bei jedem Jaulen sofort zum Welpen zu eilen und ihn aus dem Bett zu nehmen. So lernt er schnell, dass lautes Rufen zuverlässig zu Aufmerksamkeit und Kuscheln führt.

Ebenso wenig hilfreich ist es, den Welpen komplett zu ignorieren, wenn er tatsächlich raus muss. Die Kunst liegt darin, zwischen echtem Bedürfnis und reiner Unsicherheit zu unterscheiden und entsprechend unterschiedlich zu reagieren.

Vermeide außerdem, den Schlafplatz mit Strafe zu verknüpfen. Ein Welpe, der zur Ruhe geschickt wird, wenn er etwas angestellt hat, verbindet seinen Rückzugsort schnell mit etwas Negativem statt mit Sicherheit.


Wie lange die Eingewöhnung wirklich dauert


Die meisten Welpen finden sich innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen an den neuen Schlafrhythmus. Einzelne unruhige Nächte können aber auch danach noch vorkommen, etwa nach einem aufregenden Tag.

Rasse, Charakter und frühere Erfahrungen spielen dabei eine Rolle. Ein Welpe aus einer ruhigen Aufzucht mit viel Kontakt zu Menschen findet sich oft schneller ein als ein Welpe, der wenig Vorerfahrung mit neuen Umgebungen hat.

Vergleiche deinen Welpen dabei nicht mit anderen Hunden aus dem Bekanntenkreis. Jede Eingewöhnung verläuft in ihrem eigenen Tempo, und ein paar Nächte mehr oder weniger sagen nichts über den späteren Charakter deines Hundes aus.

Gib deinem Welpen die Zeit, die er braucht, und werte gelegentliche Rückschritte nicht als Rückschlag. Mit Geduld und einem festen Ablauf wird aus der ersten unsicheren Nacht bald eine ruhige Routine.

Zahnwechsel, ein Umzug innerhalb der Wohnung oder aufregende Erlebnisse tagsüber können auch nach der ersten erfolgreichen Eingewöhnung noch einzelne unruhige Nächte auslösen. Das ist kein Rückfall, sondern normaler Teil des Erwachsenwerdens.


Wie der Tag die Nacht beeinflusst


Ein ausgeglichener Tagesablauf ist die beste Vorbereitung auf eine ruhige Nacht. Ausreichend körperliche Bewegung im welpengerechten Maß und kurze Beschäftigungseinheiten sorgen dafür, dass dein Welpe abends von selbst müde wird.

Vermeide dagegen aufregendes Spiel oder viel Trubel kurz vor dem Schlafengehen. Ein bewegter Nachmittag gefolgt von einer ruhigen letzten Stunde bereitet den Welpen deutlich besser auf die Nacht vor als ein abrupter Wechsel von voller Aktivität zu Stille.

Auch die letzte Mahlzeit sollte nicht zu knapp vor dem Zubettgehen liegen. Ein bis zwei Stunden Abstand geben dem Verdauungssystem genug Zeit, damit der Welpe nicht mit vollem Magen unruhig wird.


Häufige Fragen zur ersten Nacht mit dem Welpen


Darf der Welpe die erste Nacht im Bett schlafen?


Möglich ist es, doch bedenke, dass daraus schnell eine dauerhafte Gewohnheit wird. Überlege dir vorab, ob das langfristig gewünscht ist, und richte den Schlafplatz von Beginn an entsprechend ein.

Wie oft muss ich nachts wirklich raus mit dem Welpen?


In den ersten Wochen meist ein- bis zweimal pro Nacht. Mit zunehmendem Alter und wachsender Blasenkontrolle reduziert sich das innerhalb weniger Wochen deutlich, oft schon nach der ersten Impfrunde.

Ist es normal, wenn der Welpe die ersten Nächte durchgehend jault?


Vereinzeltes Jaulen in den ersten Nächten ist normal. Hält es unvermindert über mehrere Nächte an, lohnt sich ein Blick auf Schlafplatz, Tagesablauf und Nähe, um die Ursache gezielt zu finden.


Fazit


Die erste Nacht mit dem Welpen ist für viele Hundehalter der emotionalste Moment des Einzugs. Mit einem geschützten Schlafplatz, einem festen Abendritual und ruhiger Gelassenheit bei nächtlicher Unruhe gelingt die Eingewöhnung gut.

Gib deinem Welpen Zeit, sich in seinem neuen Zuhause anzukommen. Schon nach kurzer Zeit wird aus der ungewohnten ersten Nacht ein vertrauter Teil des gemeinsamen Alltags.

Rückblickend erinnern sich die meisten Hundehalter an die ersten Nächte als kurze, intensive Phase, die schnell einer entspannten Routine weicht, sobald sich Welpe und Familie aufeinander eingespielt haben.


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